Montag, 3. April 2017

Auf den Spuren Harry Potters

Wer würde nicht gern einmal die Orte besichtigen, an denen die berühmten Harry- Potter- Filme gedreht wurden?


Nun, da braucht man gar nicht allzu weit zu reisen, denn die meisten Szenen wurden in Großbritannien gedreht, von den wilden schottischen Highlands, in denen Hagrids Hütte stand, 


bis hin zu dem historischen Londoner Markt, der für die Aufnahmen der Winkelgasse genutzt wurde. 


Kings Cross befindet sich ebenfalls in London. Auf besagtem Bahnhof, stiegen die Schüler auf Gleis 9 ¾ in den Hogwarts Express ein. 


Für den Dreh wurden die Gleise 4 und 5 zu 9 und 10 umbenannt. 
Dort  kann man auch den Zugang zum Gleis 9 ¾ und einen halben Gepäckwagen, der in der Säule verschwindet, besichtigen. Das St Pancras Renaissance Hotel bot übrigens das geeignete Ambiente für die Außenaufnahmen des Eingangs zum King’s Cross Bahnhof in Harry Potter und die Kammer des Schreckens.
Im Reptile House des Londoner Zoos kommunizierte Harry erstmals mit einer Schlange und versetzte seinen Cousin Dudley in Angst und Schrecken.
Die Innenaufnahmen der Zauberbank Gringotts


 wurden im Australia House gedreht, das 1918 eröffnete wurde und heute die australische Botschaft beherbergt.
In Harry Potter und der Orden des Phönix wurden die Reihenhäuser in Claremont Square für Außenaufnahmen des Grimmauldplatzes verwendet, und der Leadenhall Markt bot eine einmalige Kulisse für die Außenaufnahmen der Winkelgasse sowie des Pubs ‚Zum Tropfenden Kessel.‘ Er wurde 1881 erbaut und zählt zu den schönsten viktorianischen Märkten Londons.


Ein wahrer Harry Potter Fan sollte sich eine Teilnahme an der Warner Bros’ Studio Tour auf keinen Fall entgehen lassen. Sie führt durch die Leavesden Studios in der Nähe von London und bietet einen spektakulären Blick hinter die Kulissen der Harry Potter Filmreihe.










Das Alnwick Castle im Herzen Northumberlands ist die zweitgrößte bewohnte Burg in England. Hier entstanden zahlreiche Außenaufnahmen von Hogwarts.


Goathland Train Station im North York Moors Nationalpark wurde für die Drearbeiten am Hogsmeade Bahnhofs verwendet, an dem die Schüler mit dem Hogwarts Express ankamen.










Ashridge Wood liegt etwa 35km von Oxford entfernt. In ihm fanden die Aufnahmen der Quidditch Weltmeisterschaft statt, und Hardwick Hall südöstlich von Chesterfield bildete die Kulisse für die Villa der Malfoys, dem Unterschlupf der Todesser.
Der Kreuzgang der Kathedrale von Gloucester wurde für verschiedene Innenaufnahmen von Hogwarts genutzt.


Am schottischen Glen Coe ,145km nordwestlich von Glasgow, befindet sich der Standort von Hagrids Hütte. 


und das Glenfinnan Viadukt ist die Brücke nach Hogwarts, über die der berühmte Hogwarts Express fährt.










Loch Eilt liegt 215km nordwestlich von Glasgow und wurde für Aufnahmen von Hogwarts Außenanlagen sowie für Aufnahmen der Insel genutzt, auf der sich das Grab von Dumbledore befindet.

Und, nicht zu vergessen: In Edinburgh befinden sich Wohnung und Cafés in denen J.K. Rowling ihr erstes Harry Potter Buch geschrieben hat. 


Die Idee dazu kam ihr übrigens auf einer Zugfahrt von Manchester nach London.
Der Fuchsbau, 300 km westlich von London in der Grafschaft Devon gelegen, ist das Haus der Familie Weasley. 

Er hat fünf wackelig aufeinandergetürmte Stockwerke, die wahrscheinlich. durch Magie zusammengehalten werden.  Das Haus ist von einem verwilderten, gemütlichen Garten mit vielen Gnomen umgeben. Auf dem Dachboden über Rons Zimmer haust ein Ghul. Bei Zauberern und Hexen wohnt oftmals ein solcher Geselle in der Dachkammer der Behausung.


Diese Wesen sehen ein wenig bedrohlich aus, besonders wegen der vorstehenden spitzen Zähne. In Wirklichkeit entpuppen sie sich aber meist als harmlose Insekten- und Aasfresser. Diese etwas einfältigen und doch sehr speziellen Hausbewohner dienen den Zaubererfamilien zur Belustigung und Unterhaltung, da sie immer wieder für erheiternde Vorfälle sorgen.


Doch Ghule gibt es nicht nur bei Harry Potter! Was passiert, wenn sie ein Hotel verwalten kann man in dieser Gruselkomödie nachlesen:

Luhg Holiday

 Dieser Sammelband vereint zwei spannende Geschichten:

Willkommen im Luhg Holiday


Als Familie Kohlmann wegen eines vorausgesagten Schneesturms ganz spontan im Hotel Luhg Holiday einkehrt, ahnt sie noch nicht, was sie dort erwartet. In dem alten unheimlichen Haus scheint nichts mit rechten Dingen zuzugehen, und schon bald finden sich die drei Kinder und ihre Eltern im unglaublichsten Abenteuer ihres Lebens wieder.

Auf Wiedersehen im Luhg Holiday


Auf einer Urlaubsreise in den Süden fahren Sabrina, Gudrun und Betty im Nebel gegen einen Baum und müssen im Luhg Holiday einkehren. Das Hotel hat sich verändert, denn es sind 7 Jahre vergangen, seitdem Sabrina mit ihrer Familie dort unfreiwillig ihre Ferien verbrachte. 
Wer ist der nette junge Mann, der sich nach dem Unfall so rührend um sie kümmert und doch ein düsteres Geheimnis mit sich trägt? Und was ist aus den Ghulen geworden, die das Luhg Holiday verwalteten? Ein spannendes Abenteuer wartet auf die Freundinnen. Werden sie der Gefahr entkommen, die dort hinter den düsteren Mauern auf sie lauert?
Eine Gruselkomödie der Sonderklasse und ein besonderes Lesevergnügen für die ganze Familie.

Das Taschenbuch ist überall im deutschen Buchhandel und bei bekannten Online-Anbietern wie Thalia, Hugendubel und Buch24 bestellbar.
Einzeln sind die Geschichten auch als E-books bei Kindle-Amazon herunterzuladen.

Leseprobe:
Jan winkte mir aufgeregt zu. Er hatte eine Tür entdeckt, die einen Spalt offen stand. Mama schaffte es nicht mehr, mich zurückzuhalten. Vorsichtig lugten wir in den dahinter liegenden Raum.
„Das muss die Küche sein”, flüsterte ich aufgeregt. Es gab einen altmodischen Schrank aus dunklem Holz und einen alten Herd.
„Der ist ja von anno pippi”, grinste ich.
„Muss bestimmt mit Brennholz angemacht werden”, meinte Jan altklug.
Einen Kühlschrank gab es nicht. Wozu auch? Es gab ja keinen Strom, und bei der Kälte würde eh nichts verderben. Jedenfalls war hier niemand, und der Herd schien auch nie benutzt zu werden, so sauber wie der aussah.
Mama kam in die Küche und sah sich ratlos um.
„Ich habe langsam wirklich Hunger und frage mich, in was für einem Hotel wir hier eigentlich gelandet sind.”
Jan sauste an uns vorbei auf die Rezeption zu. Dann erklang plötzlich ein scheußlich schriller Ton. Ich zuckte zusammen. Feixend sah er uns an, während er seine Hand nochmals auf eine altmodische Klingel drückte. Es schepperte und klirrte. Papa legte beide Hände an die Ohren und stöhnte.
Der kleine Mann mit den großen Ohren und der Nachtmütze erschien oben auf dem Flur.
„Krach machen am frühen Morgen, ääh?” Die Stimme klang überraschend laut und verärgert zu uns hinunter.
„Entschuldigen Sie bitte, dass wir stören, aber wir hätten jetzt gern unser Frühstück.” Mama bemühte sich, freundlich zu sein, doch wer sie näher kannte, konnte den gefährlichen Unterton nicht überhören.
„Stören? Ja, Sie stören mich! Frühstück? Ich schau mal, was ich da habe. Wir kommen  hier nicht so oft zum Einkaufen.” Der verhutzelte Mann schlurfte heran, und ich war mir sicher, dass er das gestern gewesen war vor unserer Tür.
,So ein Schwindler’, dachte ich. ,gestern Nacht haben die doch auch alle was gegessen.’
„Der Besitzer kommt nur sehr selten hierher. Er ist einer dieser Reichen aus der Stadt, wissen Sie”, erklärte der Verwalter.
Er kramte im Küchenschrank und kam mit etwas Käse und Brot zurück.
„Das Brot ist ja schon ganz schimmelig, wie eklig!”, rief ich aus.
„Wirklich?” Das Männlein sah mich aus triefenden Augen an. „Ich dachte, es sei nur ein wenig grün. Aber dafür ist der Käse noch recht gut. Ein Gast hat erst vor ein paar Monden davon gekostet.”
Mir fuhr ein Schauer über den Rücken, als er genießerisch an dem Stück Käse roch. Da waren sicher schon Maden drin. Es hätte mich nicht gewundert, wenn der von alleine über den Tisch spaziert wäre.
„Naja, Käse ist eh nicht so mein Ding”, sagte er gleichmütig und stellte den Teller direkt vor Angela, die als einzige schon erwartungsvoll Platz genommen hatte, auf den Tisch. Meine Schwester hatte immer Hunger, aber jetzt sah sie ein wenig angeschlagen aus.
Mama räusperte sich.
„Wir würden dann gern unsere Rechnung zahlen und weiterfahren.”
Mama war fest entschlossen. Papa hatte von all dem nichts mitbekommen. Er sah schon die ganze Zeit aus dem Fenster und sagte jetzt plötzlich mit verträumter Stimme:
„Sieh doch nur Margot, wir sind völlig eingeschneit. Ist das nicht wunderschön?”

Der in reiner Handarbeit gearbeitete Ghul stammt übrigends aus dem Strunzertaler Atelier. Hier gibt es auch Kobolde, Trolle und Hexen. Eine Besichtigung des Ateliers ist nach telefonischer Absprche möglich.




©byChristine Erdic

Samstag, 4. März 2017

Guatemala mit den Augen eines Insiders

Lateinamerika ist ein besonderes Reiseland! Fern ab vom Pauschaltourismus kann man hier noch unberührte Natur, eine bunte Tierwelt und historische Stätten genießen sowie in Kultur und Gebräuche der einheimischen Bevölkerung eintauchen.


Die ehemalige Hauptstadt Guatemalas (Antigua Guatemala – altes Guatemala) wurde 1773 von einem Erdbeben heimgesucht, das die komplette Stadt zerstörte und etliche Menschen tötete. Daraufhin verlagerte man die Hauptstadt dorthin, wo das heutige Guatemala Stadt liegt. Kulturell, kulinarisch und touristisch gesehen blieb Antigua aber unangefochten auf der Nummer 1. Diese Stadt ist mit ihrer schönen spanischen Architektur, den vielen bunten Gebäuden, großen Plätzen, historischen Kirchen und Kathedralen, Universitäten und anderen kolonialen Schätzen das Aushängeschild des Landes und auch wahrlich ein echtes Juwel. 



Weitere Sehenswürdigkeiten Guatemalas:

Tikal
Der „Ort der Stimmen“, was Tikal übersetzt bedeutet, ist die bekannteste Maya-Ruine des Landes und eine der sehenswertesten in ganz Zentralamerika.



Semuc Champey, ein Wunder der Natur
Mitten in Guatemala befindet sich dieses unglaubliche Naturphänomen: Unzählige türkisgrüne Wasserbecken reihen sich hier aneinander, die vom Río Cahabón gespeist werden. Der Großteil des reißenden Wassers jedoch fließt unterirdisch unter den Becken hindurch, sodass Baden kein Problem darstellt. 



Lago Atitlán
Aldous Huxley bezeichnete diesen See als den schönsten der Welt. Die drei Vulkane, die dem Lago Atitlán sein Talbett ermöglichen, erschaffen tatsächlich eine der atemberaubendsten Szenerien, die man sich nur vorstellen kann.



Lagune Lachua
Versteckt mitten im Urwald, nur erreichbar durch eine lange Busfahrt und einen 4-Kilometer-„Spaziergang“ durch den Dschungel liegt diese wunderschöne Lagune. Sie wird auch als Spiegel des Himmels bezeichnet, weil die stille Oberfläche jede Wolke in gleicher Klarheit wiedergibt.



Monterrico
Ein bisschen entfernt von der typischen Route liegt das kleine Dorf Monterrico an der pazifischen Küste. Wunderschöne, weite, schwarze Strände, hohe Wellen, garantierte Sonnenuntergänge und eine ruhige und gemütliche Atmosphäre machen diesen Ort zu einem echten Highlight.



Markt in Chichacastenango
Wer Souvenirs für Freunde und Verwandte oder sich selbst kaufen will, ist hier richtig. In dieser kleinen Stadt in den Bergen, die oft auch nur „Chichi“ genannt wird, gibt es einen der größten und schönsten indigenen Märkte auf dem amerikanischen Kontinent. Hier bekommt man alles, was das Shopping-Herz begehrt: Lokale Handarbeit (Masken, Holz- und Tonarbeiten, …), Textilien aller Art, Obst und Gemüse und vieles mehr.


















Peter Kruse:
Meine Lebensreise hat mich nach Costa Rica, Guatemala und Kuba verschlagen. Ich mag diese Länder, weil sie kleiner und einfacher zu erkunden sind als die großen Länder Südamerikas. 
Costa Rica war der perfekte Einstieg in die lateinamerikansiche Welt. Dieses kleine Land besitzt auf engstem Raum vier völlig verschiedene Klimazonen, was eine unvergleichbare Flora und Fauna hervorgebracht hat. Vulkane, Wasserfälle, Regen- und Nebelwald und wunderschöne Traumstrände, sowohl am Pazifik als auch an der Karibikküste. Costa Rica hat 1949 per Volksentscheid die Armee abgeschafft. Das viele eingesparte Geld für Panzer, Waffen und sonstiges Kriegsgerät konnte somit in Infrastruktur, Bildung und Gesundheit investiert werden. Die Mittelschicht stellt die größte Bevölkerungsgruppe dar. Das unterscheidet die "Schweiz Mittelamerikas", wie Costa Rica auch genannt wird, ganz entscheidend von den übrigen Ländern Lateinamerikas. In den Nachbarstaaten sind die Extreme zwischen wenigen sehr Reichen und viel zu vielen sehr Armen weitaus ausgeprägter. 


Kuba war eine ganz besondere Erfahrung. Hier ticken die Uhren komplett anders als im Rest der Welt. Die Mischung aus karibischer Lebensfreude mit dem trockenen Kommunismus hat einzigartige Menschen hervorgebracht. Ein beeindruckendes Land mit Einwohnern die niemals aufgeben und bedingungslos zu ihrem vermeintlichen Befreier Fidel Castro stehen (auch nach seinem Tod). Sie sind es gewohnt, mit wenig auszukommen und kompensieren den fehlenden Konsum mit Musik und ausgelassenem Tanz.




Letztendlich habe ich Guatemala zu meiner finalen Wahlheimat erklärt. Wie alle Länder Lateinamerikas hat es bezaubernde Naturschönheiten zu bieten. Die Besonderheit hier ist die lebendige indogene Bevölkerungsgruppe, die knapp 50% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Seine 23 Stammessprachen + Spanisch machen Guatemala zu einem echten Vielvölkerstaat. Farbenfrohe Trachten beleben das Alltagsbild und ein ganz besonderes, bescheidenes und freundliches Wesen der Einheimischen machen den entscheidenen Unterschied zum Rest der von mir bereisten Länder. Guatemala besitzt eine reiche (Maya-)Kultur, allerdings keine Traumstrände. Deshalb ist dieses Land vom Massentourismus verschont. Das macht das Leben hier umso angenehmer für mich.











Das Buch:
Grenzenlos: Ein zeitgenössisches Märchen für Erwachsene
Diese Erzählung handelt von dem schon frühzeitig von Fernweh und Lust auf Abenteuer in fremden Ländern heimgesuchten Max. Mit 24 Jahren beschloss dieser, sich selbst für sein Leben verantwortlich zu zeichnen. Also verfasste er seine Lebensziele und begab sich auf eine Reise. Sein Weg führte ihn in eine spannende und exotische Welt. Dieser machte ihn zu dem Menschen, der er heute ist.
Anhand eigener Erfahrungen und inspirierender Geschichten beeindruckender Menschen, die ihm im Leben begegnet sind, zeigt er, dass nichts unmöglich sein muss.

Produktinformation
Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 4 (2. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3743101009
ISBN-13: 978-3743101005
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,8 x 20,3 cm

der Autor:
Peter Kruse lebt ein Leben, in dem die einzige Konstante der Wechsel ist. Sein Werdegang ist gezeichnet von extremen Höhen und Tiefen. Er war vermögend und arm, erfolgreich und depressiv, geliebt und einsam, voller Lebensfreude und dem Tod mehrere Male nur knapp entkommen. Deutschland, England, Costa Rica, Guatemala, Kuba und Honduras waren seine Heimat.
Geboren wurde er 1963 in einem kleinen Ort in Niedersachsen, hat aber Hamburg schon frühzeitig zu seiner Wahlheimat gemacht. Schul- und Studienzeit verbrachte er in Deutschland und England, bevor er sich 1992 auf die Reise begab.
Heute lebt er am wunderschönen Río Dulce, nahe der Karibikküste von Guatemala. Aufgeben war nie eine Option.
Mehr Infos gibt es hier:
www.facebook.com/PeterKruseGrenzenlos


Die folgende Rezension des Redaktionsleiters der Augsburger Allgemeine Zeitung fasst den Inhalt des Buches sehr schön zusammen:
„Autor Peter Kruse lässt Max, den Erzähler, überwiegend sein eigenes spannendes Leben beschreiben, das sich seit mehr als zwei Jahrzehnten in Mittelamerika abspielt. Ein junger Deutscher landet in Costa Rica, Kuba und Guatemala, wo er nicht zum Aussteiger, sondern zum Einsteiger wird. Max überschreitet Grenzen, setzt sich über gängige Klischees und Vorurteile hinweg und wird mit einer neuen Heimat unter Menschen belohnt, die selbst in Armut und unter widrigen Lebensverhältnissen häufig fröhlicher sind als viele Wohlstandsbürger im reichen Deutschland.
Kruse erzählt unterhaltsam und erfrischend Geschichten aus dem Alltag in einer Weltregion, in der ein Menschenleben erbärmlich wenig wert sein kann, und das Zusammenleben doch so oft von großer Mitmenschlichkeit und herzlicher Freundlichkeit geprägt ist. Kruse macht seinen Lesern Hoffnung, indem er aufzeigt: Es lohnt sich immer, Grenzen zu überschreiten, nie zu verzagen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. 
Das kurzweilige Buch, das einem Wert und Lohn von Neugier und Aufgeschlossenheit vor Augen führt, habe ich in einem Zug gelesen. Ich kann es nur empfehlen.“

©byChristine Erdic 



Donnerstag, 16. Februar 2017

Buntes Karnevalstreiben in Venedig

Jedes Jahr verwandelt der Karneval Venedig in eine Stadt des Prunks, der Farben, der Musik, der Feuerwerke und der eleganten venezianischen Bälle. Der Karneval in Venedig zählt zu den schönsten und bekanntesten der Welt.


Dieses Jahr findet der Karneval vom 11. bis zum 28. Februar statt. Es werden unterschiedliche Veranstaltungen geboten wie zum Beispiel das Festa delle Marie am 18. Februar.


 Höhepunkt ist die Parade der „Zwölf Marien“ von San Pietro di Castello zum Markusplatz, wo man viele traditionelle venezianische Kostüme zu sehen bekommt. Am Wochenende findet der historische Umzug mit geschmückten Booten in den Kanälen statt.


Während des Karnevals in Venedig können sich die Besucher aber auch an zahlreichen Maskenfesten auf dem Markusplatz  erfreuen. Dort werden die schönsten und authentischsten Kostüme vor dem großen Finale am 26. Februar bewertet.


Die Lust am Verkleiden ist alt. Schon vor über 900 Jahren wurde der Karneval in Venedig gefeiert. Die Masken boten damals Anonymität - soziale Schranken waren somit aufgehoben. Adelige verkleideten sich als Diener und Diener als Adelige, Männer und Frauen tauschten die Gewänder. 


Für ein paar Tage im Februar wurden Sitte, Anstand und Rollen-Zugehörigkeit dem närrischen Treiben geopfert. Venedig, das war ein europäisches Zentrum der Vergnügungen, der Feste, der Liebe. Trotz heftiger Gegnerschaft der Kirche und zahlreicher Verbote etwa um 1300 und 1500 feierten die Venezianer ihren Karneval weiter. 


Im 18. Jahrhundert, zu Lebzeiten Casanovas, stand der Karneval in voller Blüte. Damals dauerten die närrischen Tage fast ein halbes Jahr und wurden sogar über die Staatsgeschäfte gestellt. 
Erst als Napoleon 1797 die Stadt einnahm, verbot er den Karneval kurzerhand.


Die Herrschaft Napoleons war nicht nur Untergang der Republik, sondern auch der beginnende Dornröschenschlaf des Karnevals. 


 Die Wiedererweckung des Karnevals aus seinem fast 200-jährigen Schlaf ließ ihn dann zu einem der wichtigsten Feste in Italien werden.
. (Quelle: http://www.reise-nach-italien.de/karnevalsmasken-venedig.html )


Es ist noch nicht zu spät, Zimmer und Touren für den Karneval in Venedig zu buchen. Anbieter wie Trivago haben jetzt besonders günstige Angebote im Sortiment.
Und wer dennoch zu Hause bleiben muss, der kann sich mit spannender Lektüre trösten:

Mystica Venezia


Eine verschwundene Braut und ein geheimnisvoller Orden
Guido hat sich seine Hochzeitsreise nach Venedig dann doch etwas anders vorgestellt. Verzweifelt macht er sich gemeinsam mit seiner Schwägerin Ana Karina in den Wirren des Karnevals, der durch die engen Gassen der Lagunenstadt tobt, auf die fast aussichtslose Suche nach Christina Maria und stößt dabei auf eine geheimnisvolle Legende.
Leseprobe
Feuchter Nebel legte sich über die Stadt. Venedig im Februar … fröstelnd zog Guido die Schultern hoch.
„Au, verf …“, gereizt schaute er in das maskierte Gesicht eines Edelmanns, der sich galant vor ihm verbeugte.
Die Masse verkleideter Karnevalisten bewegte sich zäh Richtung Markusplatz. Eine bunt gemischte Schar. Der Edelmann verschwand in der Menge, und Guido fasste nach der Hand Christina Marias, die jetzt hell auflachte vor Vergnügen. Karneval in Venedig, das war natürlich ihre Idee gewesen. Es war ihre Hochzeitsreise, und Guido hatte eine Kreuzfahrt auf einem dieser Luxusschiffe in der Karibik vorgeschlagen, aber nein: Christina Maria bestand auf Venedig, und wie immer setzte sie ihren Willen durch.
„Dort hast du genug Wasser, und Schiffe gibt es da auch!“, argumentierte sie.
Ja, er musste zugeben, dass die Gondelfahrt gestern durchaus etwas Romantisches an sich gehabt hatte. Und die Pension war gemütlich und nett … aber das Wetter, die Feuchtigkeit, die an den Fingergelenken beißende Kälte. All das schien Christina Maria jedenfalls nichts auszumachen.
Schon wieder rempelte ihn irgendjemand von hinten an. Er stolperte und musste die Hand seiner Braut loslassen. Als er das Gleichgewicht wiedergefunden hatte, griff er ins Leere. Christina Maria war verschwunden. Verzweifelt arbeitete er sich durch die Menge. Natürlich hatte seine Frau auf Kostüme und Masken bestanden, und er musste sich eingestehen, dass sie jetzt nur noch eine von vielen war, die in der Masse einfach unterging. Er ließ sich Richtung Kanal treiben, und … da sah er sie wieder. Sie ruderte verzweifelt mit den Armen, während jemand sie in eine Gondel zerrte. Guido hastete weiter, unbarmherzig um sich stoßend bahnte er sich seinen Weg. Als er ankam, war es bereits zu spät, die Gondel hatte abgelegt.
„Christina Maria!“
Sie schien etwas zu rufen, er konnte es nicht verstehen. Der Gondoliere drehte ihm den Rücken zu, er trug ein schwarzes Gewand mit Kapuze. Ein sehr ausgefallenes Kostüm, fuhr es Guido unsinnigerweise durch den Kopf. Warum sprang sie denn nicht einfach? Außer ihr und dem Gondoliere war doch niemand an Bord, keiner, der sie festhalten könnte.
„Spring doch, spring!“ Die Worte blieben ihm im Halse stecken, als der Fährmann sich plötzlich umdrehte. Unter der Kapuze war kein menschliches Gesicht. Fassungslos starrte Guido in die leeren Augenhöhlen eines Skeletts.
„Der Sensenmann …“, flüsterte er, bevor er zusammenbrach und das Bewusstsein verlor.

Produktinformation
Taschenbuch: 264 Seiten
Verlag: Karina-Verlag (13. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3903056707
ISBN-13: 978-3903056701
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 1,7 x 20,8 cm

Das Buch gibt es als Print überall im deutschen Buchhandel und bei den bekannten Online-Händlern auf Bestellung, sowie im Karina-Verlag und als E-Book direkt bei Kindle-Amazon.


©byChristine Erdic